Zusätzliche Sperrpausen Hamburg-Altona und Hamburg-Eidelstedt – Möglichkeit zur Stellungnahme

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06. März 2026, 11:55 Uhr
Zur Sicherstellung der Inbetriebnahmen der Verlegung des Bahnhofs Hamburg-Altona Nord im Jahr 2029 und der Inbetriebnahmestufe 1+2 vom Elektronischen Stellwerk (ESTW) Hamburg-Eidelstedt sind in 2026 zusätzliche Sperrpausen erforderlich.

Parallel zur Sperrung der Hamburger Verbindungsbahn im Zeitraum 19. Juli bis 20. August finden weitere umfangreiche Arbeiten unter Totalsperrung statt.

Verlegung des Bahnhofs Hamburg-Altona Nord

Die Inbetriebnahmen (IBN) sind für das Jahr 2029 geplant. Voraussetzung dafür ist die IBN des neuen ESTW-Altona. Da bis 2026 u. a. durch das Fehlen von Planprüferressourcen die Voraussetzungen für eine Inbetriebnahme des Stellwerks nicht gegeben waren, ergab sich ein neuer Zeitplan. Eine Verschiebung der für die IBN vom ESTW Altona benötigten Sperrzeiten und damit verbunden der nächsten Bauphase, verschiebt auch die Außerbetriebnahme der abgängigen Bestandsanlagen.

Dies hätte insbesondere im Bereich der KIB-Bauwerke (EÜ Plöner Straße & Krbw Langenfelde) Sperrungen und Geschwindigkeitsabsenkungen zur Folge, die wiederum umfangreiche Kapazitätseinschränkungen hervorrufen. Auch im Bereich des Oberbaus würden weitere Verschlechterungen an den Bestandsweichen zu einer Sperrung führen.

Hierfür ist geplant, die oben genannte bereits genehmigte mehrwöchige Totalsperrung der Verbindungsbahn Hamburg (Projekt EÜ Sternbrücke) um den Bereich bis Altona und Eidelstedt zu erweitern. Folgende Maßnahmen sollen hierbei umgesetzt werden:

  • Inbetriebnahme ESTW Altona Af (neu)
  • Anpassung der tangierenden Stellwerke
  • Rückbau des Kreuzungsbauwerkes Langenfelde (inkl. Gleise 375/376) und teilw. Rückbau Gleise 29/383 und 384, 315, 317
  • Anpassung des bauzeitlichen Spurplans mit Außerbetriebnahme der Bestandsanlagen
  • Rückbau diverser Weichen und Einbau einer neuen Weiche
  • Rückbau des Gleises 316 

Zusätzlich finden im Zeitraum 16. Mai 2026 bis 7. Oktober 2026 Vor- und Nacharbeiten statt.

Projekt ESTW Eidelstedt

Das Projekt ESTW Eidelstedt ist ein mehrjähriges Projekt mit aufeinander aufbauenden Bauphasen und Inbetriebnahmen. Zuletzt musste die IBN-Stufe 1+2 von März 2027 nach vsl. 2028 geschoben werden, wodurch auch die IBN-Stufe 3 frühestens im Jahr 2029 erreicht werden kann. Um eine IBN der Stufen 1+2 im Jahre 2028 umsetzen zu können, muss das Projekt ESTW Eidelstedt erforderliche Kabeltiefbau- (KTB) und Oberleitungsarbeiten ausführen. Durch eine weitere Verschiebung dieser Sperrzeiten und der damit verbundenen, weiteren Verschiebung der IBN-Stufe 1+2 würde sich die Außerbetriebnahme der abgängigen Bestandsanlagen verschieben. Dies hätte zur Folge, dass der weitere Betrieb von aktuell drei mechanischen/elektromechanischen Altstellwerken aufgrund des z.T. vorhandenen Umbauverbots nicht gewährleistet werden kann.

Diese Arbeiten finden im Zeitraum vom 29. Mai 2026 bis 22. November 2026 statt.

Die Gesamtsperrzeit beträgt 730 Stunden, davon durchgehend 219 Stunden und schichtweise 70 Schichten mit knapp 8 Stunden Länge. Der Anteil an Totalsperrungen beträgt dabei 130 Stunden.

Durch die genannten Sperrzustände der beiden Projekte kommt es im Schienenpersonenfernverkehr zu Umleitungen und Ausfällen, im Schienenpersonennahverkehr zu Ausfällen und Teilausfällen und im Schienengüterverkehr zu Umleitungen und Ausfällen. Die detaillierte Regelung erfolgt in den Baufahrplanvorgängen 21236, 21237, 21238, 21239, 21651 und 21658.

Wir bitten Sie diese Kapazitätseinschränkung bei anstehenden Trassenanmeldungen für Züge des Gelegenheitsverkehrs zu beachten.

Für die Neuaufnahme dieser Arbeiten besteht für Sie die Möglichkeit zur Stellungnahme bis 18. März 2026. Senden Sie uns dazu eine E-Mail an:  KKM.Stellungnahme_RegionN@deutschebahn.com 

Aktualisiert am 10. März 2026, 17 Uhr