KaZu Novum – Kapazitätsplanung und -zuweisung der Zukunft

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Artikel: KaZu Novum – Kapazitätsplanung und -zuweisung der Zukunft

Durch die stetig steigende Verkehrsnachfrage auf der Schieneninfrastruktur sowie hoher Bauaktivitäten kommt es zu spürbaren Kapazitätsengpässen auf der Schiene. Ein Rückgang der Betriebsqualität sowie fehlende Investitionssicherheit auf Seiten unserer Kund:innen sind die Folge.

Mit dem Zielfahrplan Deutschlandtakt (weitere Informationen hierzu siehe nebenstehenden Link) soll unter Berücksichtigung aller drei Verkehrsarten (Schienenpersonennahverkehr, -fernverkehr sowie Schienengüterverkehr) die Infrastruktur fahrplanbasiert weiterentwickelt werden, um die zunehmenden Kapazitätsengpässe aufzulösen. Damit der (langfristige) Deutschlandtakt mit seinen Kapazitäten und Anschlüssen auch Eingang in die mittel- und kurzfristigen Planungen findet, wurde ein neuer Planungsansatz (Kapazitätsplanung und -zuweisung der Zukunft; kurz: KaZu Novum) entwickelt, der den Zielfahrplan Deutschlandtakt über mehrere Stufen sukzessive implementieren und eine optimale Nutzung der zur Verfügung stehenden Kapazität sicherstellen soll. Ebenso soll mit diesem neuen Planungsansatz die Umsetzung des europäischen Fahrplanzielkonzepts TTR auf deutschem Netz unterstützt werden. Hierzu bedarf es einer neuen Planungslogik, wie die folgende stark vereinfachte Darstellung zeigt:


Umgesetzt werden soll diese neue Planungslogik durch drei zusätzliche Endprodukte, welche – wie in der folgenden Abbildung dargestellt – sukzessive aufeinander aufbauen:

  1. Kapazitätsnutzungskonzept (KNK) als Etappierungsstufe zum Zielfahrplan Deutschlandtakt
  2. Kapazitätsrahmenverträge (KRV) als Möglichkeit der mehrjährigen Kapazitätssicherung durch die Zugangsberechtigten
  3. Kapazitätsnutzungsplan (KNP) zur Berücksichtigung größerer Baumaßnahmen in der Kapazitätsplanung


Die Idee und Funktionsweise des ersten Endprodukts – dem KNK – wurden bereits für das Fahrplanjahr 2024 mit dem mKoK 2024/25 („mittelfristiges Konzept für eine optimierte Kapazitätsnutzung“) pilotiert und sollen mit dem Folgeprodukt mKoK 2026ff weiter verfeinert werden.

Der Planungsansatz wird regelmäßig am Runden Tisch Kapazität diskutiert und zusammen mit Branchenvertretern weiterentwickelt. Dabei werden auch die internationalen Aspekte aus dem europäischen Vorhaben TTR (TimeTable Redesign) integriert (für weitere Informationen siehe nebenstehenden Link). 
 

mKoK 2026ff 

Im Rahmen von KaZu Novum wird auch für das Fahrplanjahr 2026ff ein mittelfristiges Konzept für eine optimierte Kapazitätsnutzung (mKoK) in Anlehnung an das bereits veröffentlichte mKoK 2024/25 erstellt.

Kundennutzen: Das mKoK 2026ff soll allen Kunden einen Überblick über optimierte Kapazitätsangebote für alle drei Verkehrsarten unter Berücksichtigung neuer Infrastrukturen bieten.

Zeithorizont/Meilensteine

  • Verkehrsbedarfsabfrage in Q1/2023
  • Erstellung Erstentwurf bis Ende Q1/2024

Unterlagen Kundenveranstaltung:

1. Veranstaltung: Auftaktveranstaltung mKoK 2026ff (23.01.2023, 15:00 bis 16:00 Uhr)
2. Veranstaltung: Verkehrsbedarfsabfrage für den SPV für mKoK 2026ff (30.01.2023, 15:00 bis 17:00 Uhr)
3. Veranstaltung: Verkehrsbedarfsabfrage für den SGV für mKoK 2026ff (31.01.2023, 15:00 bis 17:00 Uhr)

mKoK 2024/25 

Zum Netzfahrplan 2024 wurde erstmalig ein mittelfristiges Konzept für eine optimierte Kapazitätsnutzung (mKoK) am 1. April 2022 durch die DB Netz AG (heute DB InfraGO AG) veröffentlicht. Um eine bestmögliche Kapazitätsnutzung über alle Verkehrsarten sicherzustellen, empfiehlt die DB InfraGO AG die Anmeldungen von Rahmenverträgen 2024/25, deren Zuweisung im Januar 2023 abgebrochen wurde, an den im „mKoK“ aufgeführten Musterkapazitäten auszurichten. 

Zu Ihrer Information finden Sie die Musterkapazitäten des „mKoK“ als Download auf dieser Website.  

Weitere Information rund um das Thema mKoK und Rahmenverträge können Sie in der Kundeninformation vom 17. Januar 2023 nachlesen. 

mKoK 2024/25

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SPFV-Kapazitäten
SPV-Kapazitäten