Artikel: Umstellung auf TAF/TAP TSI – Neuer Zeitplan und Start der Schnittstellentests
Die DB InfraGO AG hat per Kund:inneninformation am 09.09.24 über die Einführung der TAF/TAP TSI informiert. Die Umstellung der Schnittstellen und die Einführung des neuen Bestellsystems pathOS erfolgt zum Fahrplanjahr 2027. Somit erfolgt die Erstanwendung im März 2026 mit der Anmeldung zum Netzfahrplan 2027. Damit erfolgen auch entsprechende Anpassungen in der Bereitstellung von Fahrplanunterlagen im Rahmen des unterjährigen Baufahrplans ab Netzfahrplan 2027.
Im Betrieb startet die DB InfraGO AG die Umstellung auf TAF/TAP TSI wie geplant im März 2025 mit der Einführung des Programms PRISMA. Dabei erfolgt die Produktivsetzung aller betrieblichen TAF/TAP-Meldungen auf Basis der Zugnummer/OperationalTrainNumber (OTN). Die Vollumsetzung mit Inbetriebnahme der TAF/TAP-Identifier erfolgt dann parallel zum Fahrplan im Dezember 2026. Ab Dezember 2025 wird die Übermittlung der TrainComposition message (TCM) bzw. PassengerTrainComposition message von den EVU an die DB InfraGO AG verpflichtend.
Neuer Zeitplan Einführung TAF/TAP TSI:
Zum Download anbei der neue Zeitplan:
Damit die Kund:innen der DB InfraGO AG und ihre IT-Dienstleister bei der Einführung optimal unterstützt werden, wird es ein neues, begleitendes Gremium, den sogenannten TAF/TAP TSI Dialog geben. Dieser wird digital per Teams stattfinden. In diesem werden die Kund:innen über aktuelle Entwicklungen informiert und Einblicke in die Umsetzung in Fahrplan und Betrieb ermöglicht. Der Auftakt hierzu wird am 06.12.2024 um 09:00 Uhr stattfinden. Die offizielle Einladung zur Anmeldung erhalten die Kund:innen morgen, 22.11.2024, per E-Mail. Die Veranstaltung richtet sich an alle Kund:innen und ihre IT-Dienstleister, von Geschäftsführung bis hin zu den Expert:innen in Betrieb und Fahrplan. Der Dialog wird alle 1 bis 2 Monate stattfinden. Die Einladungen dazu werden jeweils rechtzeitig im Vorfeld versendet.
Die DB InfraGO AG entwickelt derzeit die Funktionalitäten von TAF/TAP TSI im Fahrplan in einzelnen Prozessschritten weiter. Diese werden sukzessive, auf einer von der DB InfraGO AG bereitgestellten Kundentestumgebung, freigegeben. Diese Funktionalitäten sind Grundlage für die Durchführung der Anwendungstests. Auch die Testumgebung der Weboberfläche von pathOS wird sukzessive erweitert und ist mit den veröffentlichten Zugangsdaten zu erreichen.
Anmeldung zum Schnittstellentest:
Für den Fall, dass die Eisenbahnverkehrsunternehmen oder deren IT-Dienstleister Interesse haben, an derzeit sich in der Planung befindlichen Testsessions teilzunehmen, bittet die DB InfraGO AG um eine Vorabinformation (Ansprechpartner: pathOS@deutschebahn.com). In diesem Fall würde die DB InfraGO AG prüfen, ob das EVU-System die notwendige technische Entwicklungsreife für einen Synchrontest besitzt. Die hierfür notwendigen Voraussetzungen sind auf der Homepage von pathOS im Kapitel 3 veröffentlicht.
Ablauf der Schnittstellentests:
Die erste Testsession wird ab dem 09.12.2024 für Prozesse der ersten Phase der Netzfahrplanerstellung stattfinden. Hierzu bittet die DB InfraGO AG um eine Anmeldung bis zum 30.11.2024.Ab vsl. 13.01.2025 werden Testsessions von der DB InfraGO AG im 2-Wochen-Rhythmus regelmäßig angeboten und schrittweise auf weitere Anmeldephasen (zweite Phase der Netzfahrplanerstellung, Gelegenheitsfahrplan und unterjähriger Fahrplan) ausgedehnt. Im Rahmen dieser Testsessions werden die zu testenden Geschäftsvorfälle und Inhalte zu testender Trassenanmeldungen entsprechend des IT-Entwicklungsstandes abgestimmt.
Folgende Rahmenparameter werden für die kontinuierlichen Testaktivitäten avisiert:
- Es werden alle Phasen einer Trassenanmeldung – sofern dies notwendig und möglich wird – in einem Test durchlaufen.
- Fehler werden gemeinsam identifiziert und nachgestellt. Die Fehlerdokumentation soll einheitlich stattfinden.
- Die Trassenkonstruktion, durchzuführende Re-Tests und der Austausch von Fehlern finden synchron statt.
Basierend auf den geplanten IT-Entwicklungen können die Inhalte der gemeinsamen Tests abgestimmt werden.
Wenn ein Gesamtprozess (z. B. erste Phase der Netzfahrplanerstellung) fertig entwickelt und erfolgreich getestet wurde, muss auch die Systemreife sowie die Reife der Benutzer unter möglichst realistischen Bedingungen getestet werden. Hierfür werden zusätzlich zu den Testsessions sogenannte Prozessreife-Tests geplant.
Diese Testphase wird sich vsl. über einen Zeitraum von 4 Wochen erstrecken. In dieser Phase erhalten alle Schnittstellenpartner ein Kontingent für vorzunehmende Trassenanmeldungen. Dieses Kontingent wird paritätisch ermittelt und verteilt. Konkrete Mengengerüste und Kapazitäten werden vorab von der DB InfraGO AG bekanntgegeben.
Die bisher kommunizierte Zeitschiene für die Testaktivitäten, der für die Betriebsabwicklung relevanten IT-Systeme (z. B. BDV im Rahmen von PRISMA), bleibt hiervon unberührt.