Infraplan 2026 übergeben: Neuer Rahmen für die Eisenbahninfrastruktur

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Übergabe des Infraplans im BMV
Übergabe des Infraplans im BMV
Quelle: BMV / Sebastian Woithe

06.10.2026 

Infraplan 2026 übergeben: Neuer Rahmen für die Eisenbahninfrastruktur

Das Bundesministerium für Verkehr hat heute den ersten Infraplan an die DB InfraGO übergeben. Das neue Steuerungsinstrument bündelt erstmals die wesentlichen Maßnahmen für die Entwicklung der Eisenbahninfrastruktur in einer Gesamtsicht und zeigt, welche Vorhaben in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen.

Klare Prioritäten für die Entwicklung der Infrastruktur

Wo wird saniert, wo digitalisiert und wo wird das Netz aus- oder neu gebaut? Der Infraplan beantwortet diese Fragen erstmals aus einer ganzheitlichen Perspektive. Er bündelt die wesentlichen Maßnahmen zur Entwicklung der Eisenbahninfrastruktur für die kommenden Jahre und schafft mehr Transparenz über Ziele, Prioritäten und Fortschritte.

Für die DB InfraGO bildet der Infraplan künftig einen wichtigen Orientierungsrahmen für die Umsetzung der Infrastrukturmaßnahmen. Der Bund definiert die strategischen Prioritäten, die DB InfraGO setzt die vorgesehenen Maßnahmen um.

Pressewirksame Übergabe im Bundesministerium

Am 6. Oktober 2026 stellte der Parlamentarische Staatssekretär Ulrich Lange im Namen des Bundesministeriums für Verkehr den ersten Infraplan in Berlin vor und übergab ihn an Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO. Der Infraplan ist Teil des neuen Infrastruktur-Gesamtkonzepts des Bundes und soll die Entwicklung der Eisenbahninfrastruktur künftig stärker an gemeinsamen Zielen ausrichten.

Anlässlich der Übergabe sagte Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO:

„Der Infraplan des Bundes ist ein wichtiger Schritt hin zu einer verlässlicheren und leistungsfähigeren Schieneninfrastruktur in Deutschland. Er schafft einen gemeinsamen Rahmen, in dem Ziele, Maßnahmen und Wirkungen transparent zusammengeführt werden. Für uns als DB InfraGO ist das von großer Bedeutung, weil klare Prioritäten die Grundlage für eine wirksame Planung und Umsetzung schaffen. Mit dem Infraplan können wir die richtigen Maßnahmen für Bestandsnetz, Modernisierung und Ausbau gezielt vorantreiben. Das bringt ein Plus an Stabilität und Qualität, und das spüren am Ende auch die Kundinnen und Kunden.“

Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender DB InfraGO AG

Mehr Transparenz für die Umsetzung in den kommenden Jahren

Mit dem heute vorgelegten Infraplan liegt erstmals eine Gesamtsicht auf die Entwicklung der Eisenbahninfrastruktur in den kommenden Jahren vor. Künftig sollen Maßnahmen, Kennzahlen und Zielwerte regelmäßig überprüft und fortgeschrieben werden. Dadurch wird nachvollziehbarer, welche Fortschritte erreicht werden und wo weiterer Handlungsbedarf besteht.

Der Infraplan ist Teil des neuen strategischen Infrastruktur-Gesamtkonzepts des Bundesverkehrsministeriums: Während die Leitstrategie (Deutschlandtakt) die langfristigen verkehrspolitischen Ziele vorgibt und das Zielnetz 2035 die Prioritäten für die zukünftige Netzentwicklung definiert, übersetzt der Infraplan diese Vorgaben in konkrete Maßnahmen und Ziele für die nächsten fünf Jahre.

Ziel ist es, die Entwicklung der Eisenbahninfrastruktur langfristig transparenter, planbarer und verbindlicher zu gestalten und die Voraussetzungen für eine leistungsfähigere und verlässlichere Infrastruktur zu schaffen.

Der Infraplan kann hier auf der Website des BMV heruntergeladen werden.